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Gel­ber Klein­ber­ger

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Weinanbau in der Kleinen Eiszeit!

Weinanbau in der Kleinen Eiszeit!

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Forschungsergebnisse Andreas Jung

Status

Galt bis 2007 als ausgestorben. Seit rund 100 Jahren fälschlicherweise mit dem Elbling gleichgesetzt.

Fundsituation

In Franken dem altfränkischen Mischsatz mit Adelfränkisch und Silvaner beigemischt. Einzelfunde auch an der Bergstraße. An der Nahe mit Silvaner, Riesling und Elbling im Mischsatz. An der Mittelmosel eingesprengt unter Riesling. Der älteste etwa 350 jährige Hausstock an der Mittelmosel war ein Kleinberger.

Herkunft und Verbreitung

Die Sorte stammt aus dem Banat, dem Kerngebiet der antiken Daker. Sie ähnelt westkaspischen Wildformen vom Typ Vitis persica. Die Sorte wurde möglicherweise auch von den Treri im Herzen des thrakischen Balkans angebaut und gelangte vermutlich schon mit den Trevorern an die Mosel. Vom Kleinberger wurde gesagt, dass er die Hauptsorte an Rhein und Mosel vor dem Riesling war. Aufgrund seiner hohen Frostfestigkeit erlebte der Kleinberger eine Renaissance in der kleinen Eiszeit.

Eigenschaften

Wuchs und Reife ähnlich Silvaner, selbstrankend wie Riesling, viele aber kleine und lockere Trauben mit kleinen, geldduftigen Beeren. Die Kleinheit der Trauben wird wettgemacht durch 3 Trauben pro Trieb und Doppeltrauben. Fäulnisanfälligkeit und Reife wie Silvaner. Im Mischsatz verlieh der Kleinberger dem Silvaner zusätzliches Bukett.