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Grü­ner Adel­frän­kisch

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Edelsorte im Mittelalter!

Edelsorte im Mittelalter!

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Forschungsergebnisse Andreas Jung

Status

Galt bis 2007 ausgestorben, weil sie von französischen Ampelographen für ein Synonym des Weißen Traminers gehalten wurde.

Fundsituation

Mehr als 150 Pflanzen am Steigerwald, auch im Silvaner an der Nahe und mit Traminer und Elbling bei Halle.

Herkunft und Verbreitung

Adelfränkisch ist wie Riesling aus der Traminer-Urgruppe in den dakisch-mährischen Karpaten entstanden, wo der Weinbau seit 6800 Jahren etabliert ist. Seit dem Mittelalter ist sie aus der Mark Brandenburg dokumentiert. Sie gehörte zum Kernsatz der altfränkischen Rebsorten, die seit 800 n.Chr. aus Mähren importiert und in den Mischsätzen Deutschlands heimisch geworden sind.

Eigenschaften

Verglichen mit Traminer kräftigerer und sehr aufrechter, kaum rankender Wuchs. Sie kommt gut mit schweren Böden zurecht. Die Sorte ist sehr frosthart mit regenerationsfreudigem Holz auch im Alter. Die dem Silvaner ähnelnden Beeren sind hartschaliger und selbst bei 100° Öchsle kaum fäulnisanfällig. Die Beeren erreichen bis Anfang Oktober problemlos über 100°Öchsle bei harmonischer Säurestruktur und leichtem Parfüm.
Die Trauben sind relativ klein und lockerbeerig. Die Sorte ist wie Traminer blühanfällig. Die Sorte muss lang oder auf zwei Bögen angeschnitten werden, sonst ist sie zu ertragsschwach. Ausdünnen ist nicht notwendig. Der Wein ist gehaltvoll, leicht bukettiert und lagerfähig. Edelsorte für den gehobenen Weinmarkt!